Geschichte der Familie Erl

Für den Fall, dass Sie sich etwas länger Zeit nehmen wollen. Es geht zurück ins Jahr 1583.

Zusammengestellt von Herrn Michael Wellenhofer, Kreisheimatpfleger

Die Geschichte der Familie Erl von Geiselhöring. Ihre Familiengeschichte kann fast ein halbes Jahrtausend bis vor den 30jährigen Krieg zurückverfolgt werden, was unglaublich lange für eine nicht adelige Familie ist. Erforscht hat diese Familiengeschichte in den 30er Jahren Josef Reindl, Pfarrer von Sallach, ein gründlicher und hochverdienter Historiker. Pfarrer Reindl hat sich um die Heimatforschung äußerst verdient gemacht. Er erforschte die Geschichte des Marktes und der Pfarrei Geiselhöring, verfasste die Chronik von Sallach/Hadersbach und  die von Grafentraubach/Graßlfing. 

Diese interessante Familiengeschichte ist geradezu eine Fundgrube geschichtlicher und heimatgeschichtlicher Einzelheiten und Mosaiksteinchen, die von allgemeinem Interesse sind. Zunächst zum Familiennamen Erl. Er kommt nicht von den Erlen, wie man annehmen möchte, sondern von einem Vornamen, nämlich von Erhard. Der Beweis dafür ein und derselbe Ammerbauer in Hadersbach wird 1517 in der gleichen Quelle, im Bruderschaftsbuch von Hadersbach, einmal als Erhard Ammer und dann wieder als Erl Ammer bezeichnet und Erhard bzw. Erl bedeutet "Ehrenfest". Aus vielen Vornamen sind ja bekanntlich Familiennamen geworden. Teils unverändert, so kennen wir Heinrich, Karl, Franz, Erhard, Michael, Rudolf, Ulrich usw. als Familiennamen, teils sind die heutigen Familiennamen Kurzformen der ehemaligen Vornamen wie eben Erl von Erhard, Reindl von Reinhard, Lindl von Linhard, Leonhard. Familiennamen gibt es bekanntlich erst seit dem Spätmittelalter, vorher gab es nur die Vornamen.

Die erste fassbare Wurzel der Erl reicht bis ins Jahr 1583 zurück. 1583 ist der erste Erl, nämlich Valentin Erl, zum ersten Mal urkundlich nachgewiesen. Seine urkundliche Bezeugung ist den Auswirkungen der Gegenreformation zu verdanken. Im Jahre 1583 war nämlich der Kurfürst und Erzbischof von Köln zum Protestantismus übergetreten. Daraufhin hatte ihn der Papst abgesetzt und für ihn den Wittelsbacher Bischof Ernst, einen Bruder des bayerischen Herzogs Wilhelm V., als Bischof in Köln eingesetzt. Doch der Abtrünnige weigerte sich, zurückzutreten, was den Abfall des gesamten Erzbistums Köln vom Katholizismus zur Folge gehabt hätte. Bayern, das eine führende Rolle in der Gegenreformation spielte, rüstete zum Krieg gegen Kurköln. 

Im ganzen Land fanden daher Musterungen statt. Und dieser allgemeinen Musterung verdanken wir den ersten urkundlichen Nachweis von Valentin Erl. Im Musterungsbericht von 1583 heißt es:

 "Valentin Erl, junger, starker Hufschmied von Holzhausen, ausgerüstet mit Degen und Spieß."

Valentin Erl war also 1583 ein junger starker Hufschmied in Holzhausen, einem Dorf, das in Oberbayern östlich des Chiemsees im heutigen Landkreis Traunstein liegt. Valentin Erl hatte 3 Söhne, die alle drei wie ihr Vater das Schmiedehandwerk ausübten. Ihr Leben fiel in die schwere Zeit des 30jährigen Krieges. Doch neben den vielen Beschwerlichkeiten, die der Krieg mit sich brachte, ergab sich gerade aufgrund des Krieges für die Erl-Söhne eine günstige Chance. 

In Niederbayern war nämlich infolge des 30jährigen Krieges und der Pest die Bevölkerung stark dezimiert, viele Höfe verödet und das Erbrecht auf sie sehr günstig zu erwerben. Daher wanderten 2 Erl-Söhne von Oberbayern nach Niederbayern aus und schufen sich hier eine neue Heimat. Abraham Erl wurde Schmied in Langenehrling und Sebastian Erl, der Ahnherr der Geiselhöringer Erl, kaufte um 18 fl das Erbrecht auf die Schmiedstatt und die Schmiedsölde in Greißing. Schließlich erwarb Sebastian Erl auch noch das Erbrecht auf die Mesnersölde in Greißing. Sebastian Erl war also Schmied und Mesner von Greißing und genoss in Greißing bald großes Ansehen, wie überliefert ist. So wie die beiden Erl-Brüder wanderte damals mancher während und nach dem 30jährigen Krieg aus dem Chiemgau, ja sogar aus Österreich und der Steiermark in unser Gebiet ein. Unsere Gegend war damals sozusagen Einwanderungsland.

Mit dem folgenden Erl, dem Hans Erl, endet die Schmiedtradition im Erl -Stammbaum. Hans Erl war Söldner in Greißing, d. h., er bewirtschaftete ein mittleres Anwesen. Auch er hatte wie seine Eltern mit seiner Familie schwere Kriegszeiten während des Spanischen Erbfolgekrieges von 1701 bis 1714 zu durchstehen. Ein Pfarrer unserer Gegend überliefert:

Die österreichischen Feinde wüteten mit Plündern, Morden und Brennen. Geiselhöring war bei der Belagerung Straubings im Jahre 1704 vom Feind besetzt. Die Menschen waren mit ständigen Einquartierungen, Brandsteuern und Naturalablieferungen belastet. In das Jahr 1705 fallen Bauernaufstände gegen die österreichischen Besatzer und die tragische Mordweihnacht von Sendling, in der tausende Bauern hingemetzelt wurden:

 "Lieber bayrisch sterben als österreichisch verderben", 

war damals die Losung. Wir erinnern uns an das bei Vilshofen gelegene Aidenbach, wo ebenfalls tausende Bauern grausam niedergemetzelt wurden. Gegen Ende des Krieges suchten dazu noch Seuchen das Land heim und von einer ungeheueren Bettelplage wird berichtet. Doch das Leben musste weitergehen. 

In der 6. Erl-Generation ergibt sich mit Sebastian Erl eine wesentliche Veränderung. 114 Jahre lang war Greißing Heimat der Erl-Familie. Sebastian Erl aber verdingte sich als 21jähriger junger kräftiger Bauernbursche als Knecht auf den Ebner-Hof in Dettenkofen bei Geiselhöring. Bald darauf stirbt der Ebner-Bauer 70jährig kinderlos. Für die 42jährige Ebner-Bäuerin aber blieb nicht viel Zeit für Trauer. Der Hof brauchte wieder einen tüchtigen Bauern und eine starke Arbeitskraft. Ihre Wahl fiel auf den jungen, tüchtigen, sparsamen, allerdings erst 21jährigen Sebastian Erl. Für Sebastian Erl bedeutete die Heirat einen sozialen Schritt nach oben. Er war nun Halbbauer in Dettenkofen. Als aber seine Frau Ursula 1772 nach 21jähriger Ehe verstarb, war der Hof immer noch ohne Nachkommen. 

Auch für Sebastian Erl gab es keine Zeit für ein Trauerjahr. Aus seinem Heimatdorf Greißing holte er sich eine junge Bäuerin, die 29jährige Appolonia Hoffmann, die wie damals üblich, Bett, Bettstatt, Kasten, Truhe, eine Kuhe und die beachtliche Summe von 700 fl mit in die Ehe brachte. Vor allem aber gebar sie 8 Kinder, von denen jedoch 3 im Kindesalter starben. Der jüngste Sohn Ulrich übernahm im Jahre 1806, als Bayern gerade Königreich geworden war, den Hof in Dettenkofen. Am 11. November 1806 heiratete Ulrich Erl in einer großen Bauernhochzeit, wie überliefert ist, eine Sallacher Lehrerstochter. 

Doch das Leben hielt auch für sie mehr Mühen, Arbeit und Sorgen bereit als Freuden. Es ist die Zeit der Napoleonischen Kriege. 1809 war die Schlacht bei Eggmühl. Das Donnern der Kanonen war bis Geiselhöring und Dettenkofen zu hören. 10.000 Österreicher lagerten vor der Schlacht um Geiselhöring. Wieder gab es Einquartierungen, Verpflegungskosten, Ausbeutung, Not und Teuerung. Religiös waren viele durch die Säkularisation, die Klosteraufhebung von 1803, verunsichert. Auch das nahe Benediktinerkloster Mallersdorf wurde aufgehoben. Es war eine Zeit des großen Umbruchs, die allerdings auch große Chancen für die Bauern bot, freie Besitzer der Höfe zu werden, die sie bisher als Grundholden, also nur als Pächter, bewirtschafteten. 

In dieser bewegten Zeit gebar die ehemalige Lehrerstochter Maria Josefa Erl 9 Kinder. Die schwere Geburt des 10. Kindes überlebte sie nicht. Sie verstarb im Februar 1826 in Hadersbach. Bereits im Jahre 1820 hatte die Familie Erl ihren Hof in Dettenkofen gegen den Hof Hs.Nr. 44 in Hadersbach (jetzt erloschen) vertauscht. Ulrich Erl war gezwungen, seinen verwaisten Kindern baldmöglichst eine gute Mutter und dem Hof eine tüchtige Bäuerin zu geben. Er heiratete noch im gleichen Jahr die Bauerstochter Rosalia Karl vom nahegelegenen Kaltenbrunn. Dieser Ehe entsprossen noch zwei Kinder. Im Alter von nur 54 Jahren verstarb Ulrich Erl. Die umsichtige Witwe führte die Wirtschaft noch fast 10 Jahre weiter. Als Hoferbe war Jakob aus erster Ehe ausersehen. Doch dieser verstarb bereits 1848 an Luftröhrenschwindsucht, wie überliefert ist. Es war wieder eine Zeit größter Unruhen. 1848 war eine Revolution in Bayern und in ganz Europa.

Nach dem Tod des Erl'schen Hoferben musste Sohn Ulrich II. aus zweiter Ehe sein Studium im Kloster Metten aufgeben, um den elterlichen Hof in Hadersbach zu übernehmen. Noch nicht 20jährig heiratete Ulrich im Jahre 1851 die 8 Jahre ältere Bauerstochter Anna Aichner aus Gingkofen (jetzt Greschl). Der Ehe entsprossen vier Kinder, von denen zwei bald starben. Sohn Ulrich wurde Brauer. 

Sohn Josef aber, mit außerordentlicher Musikalität begabt, wollte Priester werden. Das Leben dieses Josef Erl war so einzigartig, dass es nicht der Vergessenheit anheim fallen sollte. Wie sein Vater Ulrich studierte Josef Erl im Benediktinerkloster Metten und war schon als Student Dirigent der Mettener Musikkapelle. Nach der Priesterweihe wurde Josef als Musikpräfekt ins Seminar zu St. Emmeram, Regensburg, berufen, wo der bekannte spätere Domkapellmeister Josef Englhard, ein gebürtiger Geiselhöringer, sein Schüler war. Nächste Station: Josef Erl wird Stadtpfarrprediger in Amberg, war zugleich Präses des dortigen Gesellenvereins. Dabei ging er Probleme an, die heute wie damals hochaktuell sind. Er nahm sich der jungen Leute an, begeisterte sie für die Musik, gab ihnen Gesangsunterricht und baute eine vollständige Musikkapelle auf. Es war schon ein mitreißendes Erlebnis, wenn der Stadtpfarrprediger und Präses von Amberg an der Spitze seiner Musikkapelle teils mit dem Horn Takt gebend, teils das Horn blasend, durch die Straßen schritt. Wegen seiner imponierenden, vornehmen Erscheinung nannte man ihn in Amberg im Volksmund "den Aristokraten". Außerdem wurden seine Großzügigkeit und Freigebigkeit sehr gerühmt. Schon war Josef Erl als Domprediger von Regensburg ausersehen, als er sich mit 30 Jahren entschloss, Kapuzinerpater zu werden. Sein Klostername war Pater Cyrillus. Ab 1885 war Pater Cyrillus 42 Jahre lang in 307 Volksmissionen in ganz Süddeutschland als Volksmissionar tätig. Außerdem leitete er Exerzitien und Konferenzen. Pater Cyrillus war das Urbild eines Kapuziners: Eine imponierende äußere Erscheinung mit mächtiger, wohlklingender Stimme. Ein dichter, blonder, später weißer Bart umrahmte sein Gesicht. Seine feurigen, mitreißenden Predigten fesselten geradezu seine Zuhörer. Bei einer Mission in Speyer sagte ein Professor, der die Predigten des Paters Cyrillus Erl gehört hatte, zu den Schülern seiner Oberklasse: "So stell ich mir den berühmten griechischen Redner Demosthenes vor." Bei einer Münchener Mission im Jahre 1896 lauschte auch Prinzregent Luitpold von Bayern den Predigten des Paters Cyrillus in St. Bonifaz und er äußerte: "Diesen Pater möchte ich zum Bischof machen." Pater Cyrillus war eine große, vorbildhafte, bedeutende Persönlichkeit des Kleinen Labertales mit großer Ausstrahlung und großem Charisma. 

Pater Cyrillus hatte bereits als kleines Kind im Alter von 4 Jahren seine Mutter Anna, geb. Aichner, verloren. 1857 schloss sein Vater, Ulrich Erl II., die Ehe mit der Bauerstochter Helene Huber aus Dettenkofen (Die Huber sind 1668 ununterbrochen auf ihrem Hof). Dieser zweiten Ehe entsprossen noch 11 Kinder, von denen jedoch auch 5 bald starben. 

Auch diese Generation hatte schwerste Zeiten zu durchstehen. Durch den verlorenen Bruderkrieg von 1866, in dem Bayern mit Österreich verbündet war, verlor Bayern seine politische Selbstständigkeit. Preußen wurde bis zum Main vergrößert und Bayern hatte an Preußen die immense Summe von 30 Millionen Gulden Kriegsentschädigung zu zahlen. Dazu musste Bayern mit Preußen noch ein Bündnis eingehen, das 4 Jahre später im Deutsch-Französischen Krieg eingefordert wurde und auch Bayern einen hohen Blutzoll, vor allem vor Orleans, kostete. Gedenktafeln der Gefallenen in den Orten unseres Landkreises erinnern an sie. 

Der im Jahre 1858 geborene Sohn Ludwig Erl war der künftige Erbe des Besitzes. Dieser erfuhr unter seinem Vater Ulrich II. wesentliche Veränderungen. Im Jahre 1871, während des eben erwähntenen Deutsch-Französischen Krieges, erwarb dann Ulrich Erl II. die Brauerei in Geiselhöring. Damals existierten noch 8 Brauereien in Geiselhöring. Eine von diesen gehörte den Redlbachern, die später nach Straubing wechselten (Die Brauerei ist inzwischen aufgegeben). Ulrich Erl II., die 8. urkundlich bezeugte Erl-Generation, war also seit 1871 Brauereibesitzer in Geiselhöring. Er war ein tüchtiger und beliebter Wirt.

Ulrich II. war auch politisch sehr engagiert und als Mitglied der Patriotenpartei sogar Abgeordneter (1875) im Bayerischen Landtag (Die Patriotenpartei wurde 1869 gegründet, setzte sich für die bayerische Staatlichkeit und Selbstständigkeit ein, wandte sich gegen einen engen Anschluss an Preußen und deren Oberherrschaft). 

Die 9. Erl-Generation repräsentiert Ludwig Erl I. Er ehelichte 1891 die Gutsbesitzerstochter Maria Leeb aus Mainkofen. Der Ehe entsprossen 6 Kinder, und zwar drei Söhne und drei Töchter, allesamt äußerst musikalisch: Alle drei Söhne waren Mitglieder des weltbekannten Regensburger Domspatzenchores und alle drei Töchter studierten im Damenstift Osterhofen. Ludwig Erl war von leutseligem Wesen und geschäftstüchtig. Er baute die Brauerei neu und ebenso die Malzfabrik. 1905 erwarb er dazu noch die Zierer-Brauerei in Geiselhöring. Ludwig Erl war ein großer Liebhaber und Förderer des Pferdesports. Vor allem ist aber auch seine Musikalität und Sangesfreudigkeit zu rühmen. Mit seinen drei Brüdern bildete er das Erl'sche Brüderquartett und er war eine starke Stütze der im Jahre 1862 gegründeten Geiselhöringer Liedertafel. Außerdem war er ein großer Freund und Förderer des Geiselhöringer Turnvereins. Eine Familiengeschichte im Spiegel der Zeitgeschichte, lautet das Thema in dieser festlichen Stunde. Verehrte Zuhörer! Schwer traf die Familie Erl der Ausbruch des 1. Weltkrieges. Alle 3 Söhne wurden eingezogen. Otto und Alfons mussten ihr junges Leben opfern. Josef, der spätere Besitznachfolger, war Major. Am Weihnachtstag des Jahres 1918 verstarb Ludwig Erl, nur 60jährig. Der frühe Soldatentod seiner beiden Söhne hatte ihm und seiner bereits 1915 verstorbenen Ehefrau Maria, geb. Leeb, viel Lebenskraft geraubt.

Mit Sohn Josef Erl folgt die 10. urkundlich bezeugte Generation in der Erl-Dynastie. Als ehemaliger Regensburger Domspatz war er natürlich zeitlebens der Musik sehr verbunden. Auch er war wie sein Vater Mitglied und ein großer Förderer der Geiselhöringer Liedertafel, des örtlichen Turn- und Sportvereins und des Pferderennsports. Ich erinnere mich noch, dass die wiederholt stattfindenden Pferderennen in Geiselhöring ein gesellschaftliches Ereignis für die ganze Region waren. Das Hauptaugenmerk Josef Erls musste natürlich dem großen Betrieb gelten. Er führte ihn durch schwierige Zeiten, durch die Wirtschaftskrise der 30er Jahre, den verhängnisvollen 2. Weltkrieg zum wirtschaftlichen Aufstieg nach dem Krieg. Seiner Ehe mit Walburga Bauer entsprossen 2 Kinder: eine Tochter und Sohn Ludwig Erl II., der Besitznachfolger. 

Er war wie sein Vater und Großvater Regensburger Domspatz und durfte als solcher schon als Junge an weiten Konzert-Auslandsreisen teilnehmen, die schon damals vor dem 2. Weltkrieg bis nach Südamerika führten. Als junger Soldat der Kavallerie kam er wieder ins Ausland. Dieses Mal jedoch in schlimmer feindlicher Mission, wurde verwundet, kehrte jedoch nach kurzer Gefangenschaft nach dem Krieg glücklicherweise wieder in die Heimat zurück. Neben der vielen Arbeit, die der Betrieb erforderte, nahm sich auch Ludwig Erl wie seine Ahnen genügend Zeit für sein großes Hobby, die Geiselhöringer Liedertafel, und war jahrzehntelang deren Vorstand. Auch politisch folgte er der Tradition der Ahnen. Er war 2. Bürgermeister von Geiselhöring und auch Mitglied des Stadtrates. 

Brauerei und Landwirtschaft sind nun in Händen der Erl-Söhne Ludwig Erl III. und Günter Erl. Auch sie müssen sich wie ihre Ahnen den Anforderungen der Zeit stellen. Doch im Spiegel der Geschichte betrachtet, erscheinen die heutigen Probleme in einem neuen Licht. Beinahe 2 Generationen haben wir in unserem Land Frieden - das kostbarste Gut eines Volkes -, was keinem unserer Vorfahren, wie an der Erl-Familiengeschichte aufgezeigt wird, gegönnt war.